WHOIS-Informationen zu .de Domains abfragen: was geht noch?
Früher war der klassische Weg klar: Domain-Inhaber abfragen, Adresse nachschauen, fertig. Wer eine .de-Domain geprüft hat, bekam per WHOIS den Namen des Inhabers, die Anschrift und den technischen Ansprechpartner. Diese Zeiten sind vorbei. Seit der Datenschutz-Grundverordnung dürfen personenbezogene Daten aus Domainregistrierungen nicht mehr öffentlich angezeigt werden, und die DENIC hat die offene Inhaberauskunft für .de-Domains deshalb abgeschaltet. Das gilt für alle Anbieter, auch für uns.
Was unser Domaincheck stattdessen liefert, sind die technischen Fakten zu einer Domain, und die sind oft aufschlussreicher als man denkt:
- Registrierungsstatus: Ist die .de-Domain vergeben oder noch frei? Die Antwort kommt direkt von der DENIC.
- Nameserver und DNSSEC: Welche Nameserver sind eingetragen und ist die Domain per DNSSEC abgesichert?
- IP-Adresse und Serverstandort: Über welche IP läuft die Website und wo steht der Server ungefähr?
- Antwortzeit: Wie schnell reagiert der Server? Wir messen die TLS-Verbindungszeit in Millisekunden.
- SSL-Zertifikat: Wer hat das Zertifikat ausgestellt und wie lange ist es noch gültig?
- Domainalter: Seit wann ist die Domain mindestens online? Das ermitteln wir über den ältesten Snapshot im Internet Archive.
Wer braucht so einen Domaincheck?
Im geschäftlichen Umfeld ist die Frage, mit wem man es zu tun hat, nach wie vor wichtig. Auch ohne Inhaberdaten lässt sich mit den technischen Angaben einiges einschätzen. Eine Domain, die seit 15 Jahren online ist, auf einem deutschen Server liegt und ein sauberes SSL-Zertifikat hat, wirkt anders als eine, die vor zwei Wochen registriert wurde und irgendwo übersee gehostet ist. Das ersetzt keine richtige Prüfung, gibt aber ein erstes Gefühl, gerade wenn es um neue Geschäftspartner, Online-Shops oder unbekannte Anbieter geht.
Für Entwickler und Admins ist der Check ein schnelles Diagnose-Werkzeug: Nameserver kontrollieren, DNSSEC prüfen, schauen ob das Zertifikat bald abläuft. Und wer die Geschichte einer Website nachvollziehen will, findet in unserem Web-Archive die passende Ergänzung, dort lässt sich die Historie einer Domain nachschlagen.
Und wenn ich den Domain-Inhaber wirklich brauche?
Seit Dezember 2025 kommt es darauf an, wem die Domain gehört. Läuft sie auf ein Unternehmen, einen Verein oder eine andere Organisation, ist es inzwischen einfach: Die DENIC zeigt deren Inhaberdaten wieder öffentlich in ihrer Domainabfrage auf denic.de an, mit Name, Rechtsform, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer. Grundlage ist die NIS-2-Richtlinie beziehungsweise das neue BSI-Gesetz. Geschützt sind nur noch Privatpersonen.
Bei einer Privatperson führt der Weg weiterhin über die DENIC direkt: Mit einem berechtigten Interesse, etwa einer Marken- oder Urheberrechtsverletzung, kannst du dort ein Auskunftsersuchen stellen. Die DENIC prüft den Fall und gibt die Daten frei, wenn die Voraussetzungen stimmen. Alte WHOIS-Daten aus früheren Abfragen helfen dir dagegen nicht weiter: Die gelten als veraltet, und wir zeigen sie bewusst nicht mehr an.
So funktioniert der Domaincheck bei WhoisDE
Domain oben ins Feld eingeben, auf „Jetzt abfragen“ klicken, ein paar Sekunden warten. Wir fragen live bei der DENIC, im DNS und beim Internet Archive nach und zeigen dir das Ergebnis als übersichtliche Tabelle direkt unter dem Suchfeld. Kein Login, keine Kosten, keine Speicherung deiner IP-Adresse. Damit die Dienste nicht unnötig belastet werden, cachen wir Ergebnisse für ein paar Stunden und begrenzen die Abfragen auf zehn pro Minute.
Kurz gesagt: Der Domaincheck zeigt dir ehrlich, was zu einer .de-Domain öffentlich ist. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Häufige Fragen zum Domaincheck
Warum sehe ich keine Inhaberdaten mehr?
Von 2018 bis Ende 2025 gab die DENIC wegen der DSGVO gar keine Inhaberdaten mehr öffentlich heraus. Seit dem 6. Dezember 2025 gilt eine neue Regel: Privatpersonen bleiben geschützt, aber Inhaberdaten von Firmen, Vereinen und anderen Organisationen zeigt die DENIC in ihrer eigenen Domainabfrage wieder an. Wir konzentrieren uns bei WhoisDE auf die technischen Daten. Vorsicht bei Diensten, die volle Inhaberdaten auch für Privatpersonen versprechen: Die arbeiten mit veralteten Datenbeständen oder ignorieren die Rechtslage.
Wie zuverlässig ist das angezeigte Domainalter?
Wir ermitteln das Alter über den ältesten Snapshot der Domain im Internet Archive. Das ist ein Mindestwert: Die Domain kann älter sein, als der erste Snapshot vermuten lässt, denn nicht jede Website wird sofort nach der Registrierung archiviert. Jünger als der Snapshot kann sie aber nicht sein, und genau das macht den Wert brauchbar. Wenn eine Domain laut Archiv seit 2005 online ist, weißt du sicher, dass es sich nicht um eine frisch registrierte Seite handelt.
Was sagt mir der Serverstandort?
Der Standort wird über die IP-Adresse geschätzt und zeigt, wo die Website ungefähr gehostet wird. Ein deutscher Serverstandort kann für Datenschutz und Ladezeiten hierzulande ein Pluspunkt sein. Wichtig zu wissen: Bei großen Cloud-Anbietern und CDNs zeigt die IP manchmal nur den nächsten Knotenpunkt, nicht den tatsächlichen Firmensitz des Betreibers. Der Wert ist also eine Orientierung, kein Beweis.
Werden meine Abfragen gespeichert?
Die eingegebenen Suchbegriffe speichern wir mit Zeitstempel, um den Dienst zu betreiben und zu verbessern. Deine IP-Adresse speichern wir nicht. Für die Begrenzung automatisierter Abfragen wird sie nur kurzzeitig als nicht umkehrbarer Hash verarbeitet und nach wenigen Minuten gelöscht. Details stehen in der Datenschutzerklärung im Impressum.
Kann ich auch .com- oder andere Domains prüfen?
Nein, WhoisDE ist bewusst auf .de-Domains spezialisiert, weil hier die DENIC-Schnittstelle und die deutsche Rechtslage gelten. Für internationale Endungen wie .com oder .net gibt es eigene WHOIS-Dienste, die teilweise auch mehr Daten anzeigen dürfen, weil dort andere Regeln greifen.